Importweine machen den Winzern zu schaffen

Rund 200 Winzerinnen und Winzer haben in Bern für ihr Produkt demonstriert. Sie fordern eine Überprüfung der Einfuhrsteuern auf ausländischem Wein.

Mit Megafonen plädiert der Winzer Ivo Monti bei der Demonstration in Bern für ein Limit des Imports von ausländischem Wein. (2. Dezember 2019)

Mit Megafonen plädiert der Winzer Ivo Monti bei der Demonstration in Bern für ein Limit des Imports von ausländischem Wein. (2. Dezember 2019)

(Bild: Keystone Peter Klaunzer)

Zwischen 150 und 200 Winzerinnen und Winzer haben am Montag in Bern für den Schweizer Wein demonstriert. Sie fordern eine Überprüfung der Einfuhrsteuern auf ausländischem Wein.

In der Schweiz würden pro Jahr rund 170 Millionen Liter ausländischer Wein und gegen 80 Millionen Liter Schweizer Wein getrunken: Das sagte Kundgebungsorganisator Alexandre Fischer aus Yens-sur-Morges VD der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. In der Schweiz werde also mehr ausländischer Wein getrunken, während die Lagerstände von Schweizer Winzern wüchsen.

Für ihn und seine Kollegen sei es jedoch unmöglich, mit den Preisen der importierten Weine mitzuhalten, so Fischer weiter. Diese würden für drei bis vier Franken pro Flasche verkauft. Für ihre Weine müssten Schweizer Produzenten 10 bis 15 Franken pro Flasche fordern.

Die Demonstranten verlangen mehr Unterstützung vom Bund und eine Überprüfung der Einfuhrsteuern auf ausländischem Wein. Am 17. Dezember ist ein Treffen mit Wirtschaftsminister und dem ehemaligen Winzer Guy Parmelin vorgesehen.

Die Weinbauern, die vornehmlich aus den Kantonen Waadt, Wallis und Genf nach Bern kamen, nutzten den Beginn der Wintersession, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Sie wollten eigentlich auf dem Bundesplatz demonstrieren, mussten aber auf den Casinoplatz ausweichen. Während der Session der Eidgenössischen Räte bewilligt die Stadt Bern grundsätzlich keine Kundgebungen.

nag/sda

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