Verletzte Schweizer Soldaten sind zurück in der Schweiz

Der Zustand der beiden Armeeangehörigen, die bei einem Attentat in Mali verletzt wurden, ist stabil. Die Rega flog sie nach Bern-Belp.

  • loading indicator

Die zwei Schweizer Armeeangehörigen, die am Samstag bei einem Angriff auf ein Restaurant in der malischen Hauptstadt Bamako verletzt wurden, sind in der Schweiz angekommen.

Nachdem sich ihr Zustand verbessert hatte, konnten die beiden am Samstagabend zuerst nach Dakar in Senegal geflogen werden, teilte das Armee-Kompetenzzentrum Swissint mit. Dort seien sie weiter stabilisiert und am frühen Sonntagmorgen in die Schweiz geflogen worden.

Notfallmässig in Bamako operiert

Sie landeten am Sonntagnachmittag mit einem Flugzeug der Rettungsflugwacht Rega am Flughafen Bern-Belp. Darauf wurden sie mit einer Ambulanz sofort ins Spital überführt. Ihr Gesundheitszustand ist «stabil und sie sind ausser Lebensgefahr».

Die beiden Schweizer Armeeangehörigen erlitten bei einem Angriff auf ein malisches Restaurant in der Nacht von Freitag auf Samstag Schussverletzungen und mussten in einem Spital in Bamako notfallmässig von Ärzten der UNO operiert werden.

Als Munitionsexperten im Einsatz

Die beiden waren als Munitionsexperten in Mali im Einsatz. Der eine war auf einer kurzen Dienstreise, der andere seit mehreren Monaten im Rahmen einer Uno-Minenräumungsaktion dort stationiert.

Beide sassen im Restaurant «La Terasse» in der Hauptstadt Bamako, als in der Nacht auf Samstag mindestens ein maskierter Bewaffneter das Lokal stürmte und auf die Gäste schoss. Ein belgischer Sicherheitsoffizier, ein französischer Ingenieur und drei Einheimische wurden getötet. Die beiden Schweizer erlitten Schussverletzungen. Ein dritter Schweizer, der sich ebenfalls im Restaurant aufhielt, blieb unverletzt. Er fliegt mit einer zivilen Maschine in die Schweiz und wird dann vom pädagogisch-psychologischen Dienst der Armee betreut. Das sei Standard nach solchen Ereignissen, so Armeesprecher Mirco Baumann.

Raketenangriff auf UNO-Camp im Norden

Bei einem Raketenangriff mutmasslicher Islamisten auf ein UNO-Camp im Norden Malis wurden am Sonntag mindestens drei Menschen getötet. Dabei handelt es sich laut der MINUSMA um einen Blauhelmsoldaten und zwei Zivilisten. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden. Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von radikalen Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden des Landes zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Später übergaben die Franzosen die Verantwortung an die Blauhelm-Mission MINUSMA. Die in der Südhälfte des Landes gelegene Hauptstadt Bamako war zuletzt von Angriffen verschont geblieben. Es war dort der erste Anschlag seit Jahren.

is/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt