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Schweizer Jihadist muss zur Strafe Fotodoku erstellen

Erstmals ist ein Schuldspruch gegen einen Gotteskrieger aus der Schweiz ergangen. Dem jungen Romand bleibt eine Gefängnisstrafe aber erspart.

Der Fall sorgte für Aufsehen: Ein 30-jähriger Schweizer wandert nach Syrien aus, um sich dem Heiligen Krieg anzuschliessen. Er gelangt in ein Camp, wo die Terrormiliz IS Selbstmordattentäter ausbildet, bleibt drei Monate im Land, kehrt in die Schweiz zurück. Am Flughafen Genf erwarten ihn bereits die Ermittler des Bundes. Sie wissen Bescheid.

Nun liegt der rechtskräftige Straf­befehl der Bundesanwaltschaft vor. Der Schweizer wurde am 24. November ­wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation und wegen Militärdienst in einer fremden Armee verurteilt. Es ist der erste Schweizer Jihadisten-Schuldspruch. Die Sanktion: 600 Stunden gemeinnützige Arbeit, die aufgeschoben werden. Es bleiben drei Pflichten: eine psychiatrische Therapie zu beginnen, einen Job zu suchen – und in der Schweiz eine Fotodokumentation anzufertigen. Thema: «Zeichen des Friedens».

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