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Rohe Gewalt als Markenzeichen

Seit Jahren beschäftigt sich die Schweizer Justiz mit der Türkenmafia – zu fassen ist sie kaum. Auch in Basel hat sich eine türkische Parallelgesellschaft ausgebreitet.

Für Schweizer Strafverfolger fast unmöglich, in türkischen Kreisen zu ermitteln: Fahnen der Türkei (l.), der Schweiz (Mitte) und Deutschlands am Rathaus in Basel. (25. Juni 2008)
Für Schweizer Strafverfolger fast unmöglich, in türkischen Kreisen zu ermitteln: Fahnen der Türkei (l.), der Schweiz (Mitte) und Deutschlands am Rathaus in Basel. (25. Juni 2008)
Keystone

Sechs Türken haben sich zurzeit wegen gewerbsmässiger Erpressung, illegalen Waffenbesitzes und verschiedener Gewaltdelikte vor dem baselstädtischen Strafgericht zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, von in der Schweiz lebenden Landsleuten Schutzgelder erpresst oder sie aus reiner Habgier beraubt zu haben. Der grosse, noch bis zum 4. Juni dauernde Prozess lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Bevölkerungsgruppe, die in Basel besonders stark vertreten ist: die Türken. Vor allem Kurden haben sich in den vergangenen Jahrzehnten im Kleinbasel niedergelassen, Läden, Reisebüros, Imbissbuden und Restaurants eröffnet, Häuser gekauft. Am meisten türkische Staatsbürger lebten 1999 in Basel, damals waren es 8343. 2011 waren es 6711, wobei die Zahl aufgrund der erleichterten Einbürgerungen für Ausländer gesunken sein dürfte.

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