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Regieren ohne Widerstand

Die Luzerner haben die Linke aus der Regierung geworfen. Können die Bürgerlichen nun tun, was sie wollen? Ein Beispiel zeigt: Einfach wird es nicht.

Männlich, bürgerlich, über 50-jährig: Die Homogenität der künftigen Luzerner Exekutive macht das Regieren nicht zwingend einfacher.
Männlich, bürgerlich, über 50-jährig: Die Homogenität der künftigen Luzerner Exekutive macht das Regieren nicht zwingend einfacher.

Die Luzerner wollen eine Regierung ohne Linke, ohne Frauen, ohne Junge. Und man fragt sich: Hat der Herrenclub nun freie Hand, um sämtliche stramm bürgerlichen Anliegen durchzusetzen? Oder gerät der Politbetrieb hinter einer Blockade der linken Opposition ins Stocken?

Die Schweiz hat wenig Erfahrung mit Regierungen, in denen nur eine Seite des politischen Spektrums vertreten ist. 1993 wählten die Genfer eine rein bürgerliche Exekutive, die starke Linke wurde ausgeschlossen. Fortan ergriff die linke Opposition das Referendum gegen die Projekte der Regierung und brachte zahlreiche zu Fall. Das Fazit nach vier Jahren: Experiment gescheitert.

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