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Polizeikontrollen sind oftmals rassistisch

Eine Studie kommt zum Schluss, dass bei den Schweizer Polizeikorps Racial Profiling sehr verbreitet ist.

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Viele Betroffene hätten Angst vor weiteren Begegnungen mit den Beamten: Polizisten kontrollieren mehrere Personen in Lausanne. (Symbolbild)
Viele Betroffene hätten Angst vor weiteren Begegnungen mit den Beamten: Polizisten kontrollieren mehrere Personen in Lausanne. (Symbolbild)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder ethnischen Herkunft zu kontrollieren, ist in der Schweiz unter Polizisten allgegenwärtig. Dies schreibt der «SonntagsBlick» und bezieht sich dabei auf eine noch unveröffentlichte Studie von Forschern der Universitäten Bern, Zürich und Basel.

Die Wissenschaftler hatten das sogenannte Racial Profiling untersucht und wollten herausfinden, ob die seit Jahren bestehenden Vorwürfe gegen die Polizei tatsächlich stimmen. Zahlen zum Ausmass liefert die Studie nicht, aber sie zeigt anhand von Opferberichten, wie verbreitet die Praxis ist, heisst es in dem Bericht weiter.

Polizisten seien «auch nur Menschen»

Sarah Schilliger, Soziologin an der Universität Basel und Mitautorin sagt: «Schwarze Männer sind am stärksten mit Vorurteilen belegt und werden häufig als Drogendealer abgestempelt.» Zudem erklärt sie, dass sie bei den Betroffenen «eine ständige Furcht vor weiteren Begegnungen mit der Polizei» beobachtet hätten. Als Folge würden sie sich sozial zurückziehen und das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden verlieren.

Der Verband Schweizerischer Polizeibeamter entgegnet dem - auf die Vorwürfe angesprochen: «Racial Profiling hat bei uns keinen Platz.» Es könne Einzelfälle geben, Polizisten seien «auch nur Menschen».

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