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Offene Rechnungen von EU-Patienten kosten den Bund Millionen

Europäer lassen sich gerne in der Schweiz behandeln. Die Spitäler freuts, dem Bund entstehen Kosten.

Daniel Friedli

Die Zahlen nehmen stetig zu. Vor sieben Jahren bezahlte der Bund für die sogenannte Leistungsaushilfe für grundversicherte Patienten aus der EU noch 1,5 Millionen Franken. Letztes Jahr war es schon weit mehr als das Doppelte, und für 2012 sind derzeit rund 5,7 Millionen Franken budgetiert. Der Grund für diesen Anstieg: Es werden immer mehr Patienten aus der EU in der Schweiz behandelt – und deren Rechnungen bleiben bisweilen jahrelang unbezahlt liegen.

Dass für diese Kosten in der Schweiz die Steuerzahler aufkommen müssen, liegt am Abgeltungssystem: Lässt sich ein Versicherter aus einem EU- oder Efta-Land hierzulande behandeln, wird ihm die Rechnung zunächst aus der Schweiz bezahlt. Die Gemeinsame Einrichtung KVG in Solothurn, eine Stiftung der Schweizer Krankenkassen, nimmt dafür Kredite auf, begleicht die Rechnungen und holt sich das Geld später bei den europäischen Verbindungsstellen wieder zurück. Der Bund trägt dabei die Kapitalkosten, das heisst, er zahlt die Zinsen für die Kredite der Gemeinsamen Einrichtung. Und diese kosteten die Eidgenossenschaft letztes Jahr rund 4,1 Millionen Franken.

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