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«Es war nichts mehr wie vorher»

Als am 23. August Murgänge Bondo bedrohten, rannte Gemeindepräsidentin Anna Giacometti in Sandalen durch das Bergeller Dorf und evakuierte die Bewohner. Seither erlebt sie sich neu als Katastrophenmanagerin.

Gemeindepräsidentin Anna Giacometti zeigt unter dem Gemeindehaus in Promontogno, vor dem  leergebaggerte Auffangbecken, das von den Murgängen gefüllt wurde.
Gemeindepräsidentin Anna Giacometti zeigt unter dem Gemeindehaus in Promontogno, vor dem leergebaggerte Auffangbecken, das von den Murgängen gefüllt wurde.
Remy Steinegger
Anna Giacometti zeigt auf einer Luftaufnahme, wie sich das Material des Burgsturzes am Piz Cengalo (bei ihrer rechten Hand) das Bondascatal hinunter Richtung Bondo wälzte.
Anna Giacometti zeigt auf einer Luftaufnahme, wie sich das Material des Burgsturzes am Piz Cengalo (bei ihrer rechten Hand) das Bondascatal hinunter Richtung Bondo wälzte.
Remy Steinegger
„Ich kann mich noch nicht lösen von den Bildern der Murgänge“, sagt die Gemeindepräsidentin nachdenklich.
„Ich kann mich noch nicht lösen von den Bildern der Murgänge“, sagt die Gemeindepräsidentin nachdenklich.
Remy Steinegger
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Bis zum 23. August waren Sie die Gemeindepräsidentin der fernen Talgemeinde Bergell. Seit der Murgang-Katastrophe von Bondo sind Sie eine der populärsten Lokalpolitikerinnen der Schweiz. Ehrt Sie das?Anna Giacometti:Das rätoromanische Radio nannte mich sogar die Präsidentin der Sandalen. Ich mag solche Rollen nicht, das sind Erfindungen der Medien. Wohl, weil da für einmal eine Frau ganz vorne stand, Fragen beantwortete und für die Leute da war.

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