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Nicht nur die Zugfahrer zahlen mehr

Auch wer nie ein Ticket kauft, finanziert den ÖV kräftig: Die SBB erhielten im Jahr 2013 durch die Steuerzahler 3,23 Milliarden Franken.

Die Schweizer investieren viel in den Schienenverkehr: Ein SBB-Zug fährt auf der Gotthardstrecke bei Amsteg. (2. Juli 2013)
Die Schweizer investieren viel in den Schienenverkehr: Ein SBB-Zug fährt auf der Gotthardstrecke bei Amsteg. (2. Juli 2013)
Keystone

Die Ticketpreise steigen erneut, doch nicht nur die Bahnfahrer, sondern auch alle Steuerzahler müssen für die SBB tiefer in die Tasche greifen. Gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» erhielten die SBB im Jahr 2013 von Bund und Kantonen die stattliche Summe von 3,23 Milliarden Franken: Subventionen für den Regionalverkehr, den Güterverkehr, Beiträge für Lärmschutz und Behindertengerechtigkeit, Leistungen sowie Darlehen für Infrastrukturvorhaben.

Insgesamt haben die Steuerzahler in den letzten zehn Jahren 25,6 Milliarden Franken in die SBB gesteckt. Dies zeigt eine Auswertung der Finanzberichte durch die «Schweiz am Sonntag». Zum Vergleich: Zum Start der Airline Swiss schoss der Bund 2 Milliarden Franken ein, die Rettung der UBS geschah mit einem Bundesdarlehen von 6 Milliarden Franken (das zurückbezahlt wurde), die 22 Kampfjets vom Typ Gripen kosten 3,1 Milliarden und der geplante zweite Gotthard-Strassentunnel 2 Milliarden.

Heute tragen die Bahnfahrer über die Billettpreise nur rund die Hälfte der Gesamtkosten – die andere Hälfte übernimmt der Steuerzahler.

Mehr Stellen in der Konzernverwaltung

Die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet zudem, dass die Zahl der Stellen in der Konzernverwaltung seit 2007 von 737 auf 1500 angewachsen ist.

SBB-Chef Andreas Meyer sagt dazu in der «Schweiz am Sonntag»: «Wir haben unter anderem Dienstleistungszentren im Personal- und Finanzbereich gegründet, sogenannte Shared Service Center. Die entsprechenden Funktionen sind aus dem ganzen Konzern zusammengenommen worden. Das ist industrieüblich und bewirkt durch mehr Fokus bessere Qualität.»

Zudem seien neue Stellen etwa in der IT nötig: «Im Bereich der Informationstechnologie, wo wir die Kräfte auch konzentriert haben, entstehen natürlich auch neue Berufsbilder, welche immer wichtiger werden.» Insgesamt, prognostiziert Meyer, werde «über die Jahre der Overhead in Relation zu den Produktiven sinken».

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