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Neuer ETH-Standort kostet den Bund 170 Millionen

Der Bundesrat will nächstes Jahr in die Life Sciences investieren und das Departement Biosysteme in Basel ausbauen.

Die ETH soll Geld für neue Forschungsstandorte erhalten: Hauptgebäude in Zürich. (Archivbild)
Die ETH soll Geld für neue Forschungsstandorte erhalten: Hauptgebäude in Zürich. (Archivbild)
Walter Bieri, Keystone

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) soll für Neubauten und Sanierungen im nächsten Jahr 334,3 Millionen Franken ausgeben können. Dies schlägt der Bundesrat dem Parlament im Bauprogramm 2017 für den ETH-Bereich vor.

Fast die Hälfte des Geldes soll in ein Forschungs- und Laborgebäude des Departements Biosysteme der ETH Zürich im Zentrum von Basel fliessen. Das Departement Biosysteme wurde 2007 gegründet und provisorisch auf dem Rosental-Areal der Universität Basel untergebracht.

Life Sciences fördern

Definitiv angesiedelt werden soll es auf dem Campus Schällenmätteli, wo die Universität Basel die Life Sciences konzentrieren will. Mit dem Neubau an diesem Standort stärke die ETH Zürich den Bereich Life Sciences wesentlich und das Departement Biosysteme erhalte eine «Adresse», wie das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Durch die Integration auf dem Campus Schällenmätteli und die Nähe zu den angrenzenden Universitätskliniken könnten infrastrukturelle sowie fachliche Synergien genutzt werden. So werden beispielsweise Hörsäle und Tierräume der Universität mitgenutzt.

Die Finanzierung des Neubaus mit Labor- und Büroräumen erfolgt durch einen Verpflichtungskredit des Bundes von 171,3 Millionen Franken. Geplante Investitionen in das Mobiliar und die Betriebseinrichtungen von insgesamt 48 Millionen Franken müssen von der ETH selbst übernommen werden. Der Baubeginn ist Anfang 2017, der Bezug Ende 2020 geplant.

100 Millionen für Sanierungen

Weitere 59 Millionen Franken beantragt der Bundesrat dem Parlament für die Erneuerung der Heiz- und Kältezentrale auf dem Campus der EPFL in Ecublens (VD). Die neuen technischen Installationen zur Produktion und Verteilung von Heiz- und Kälteenergie sollen die Energieeffizienz um 15 Prozent verbessern, den Ausstoss von CO2 um 24 Prozent verringern und den Betriebsaufwand um 45 Prozent reduzieren.

Für Vorhaben und Projekte unter 10 Millionen Franken fordert der ETH-Rat von Bundesrat und Parlament einen Rahmenkredit von 104 Millionen Franken. Die Vorhaben betreffen mehrheitlich Sanierungen oder Anpassungen an veränderte Nutzungen.

In den Rahmenkredit fallen zudem das Immobilienmanagement, die Projektierung von Bauprojekten sowie unvorhergesehene und dringliche Bauprojekte oder Instandsetzungsmassnahmen.

SDA/ij

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