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Mit heissem Käse gegen den Bundesrat

Der stramm konservative Offizier Hermann Suter verkündete seinen Unmut über die Landesregierung und nahm das Wort «Erschiessen» in den Mund. Nun wird diskutiert, wie wörtlich das zu nehmen ist.

In der Schweizer Armeedebatte gibt es die Abschaffer, die Modernisierer, die Traditionalisten. Und dann gibt es die Gruppe Giardino: ein junger ­Verbund (2010 gegründet) mit vielen alten Männern – ehemalige Offiziere, die wie die herkömmlichen Traditionalisten mehr Geld, mehr Truppen und mehr Miliz fordern. Nur tun sie es aggressiver und emotionaler. Altgediente Verbände wie Pro Militia hätten mit ihren «netten Briefen an die Politiker» nichts gegen die «fortschreitende Zerstörung der Milizarmee» ausrichten können, sagt der Präsident von Giardino, der 73-jährige Hermann Suter.

Suter und das Giardino-Umfeld stehen nicht unter Nettigkeitsverdacht. Vor vier Monaten bedauerte ein Kommentator auf der Giardino-Website, dass der linke Militärkritiker Josef Lang 2001 das Leibacher-Attentat überlebte. Jetzt hat eine Äusserung von Suter selber eine mediale Debatte entfacht. Am Donnerstag berichtete die «Wochenzeitung» (WOZ) über einen Militäranlass im Aargau, wo ihr Reporter dem Giardino-Chef begegnet war. Der promovierte Historiker und Oberstleutnant a.D. soll dabei Folgendes gesagt haben: «Diese Bundesräte sollte man alle erschiessen – mit Ausnahme von Ueli Maurer.»

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