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Milizparlament voller Lobbyisten

Das Schweizer Milizsystem führt dazu, dass Parlamentarier von Unternehmen, Verbänden und Organisationen mit bezahlten Mandaten für die eigenen Interessen eingespannt werden.

Schweizer Parlamantarier sollen laut einem Bericht von Unternehmen, Verbänden und Organisationen rund 50 Millionen Franken pro Jahr erhalten: Regula Rytz (GP, BE) telefoniert im Nationalratsaal. (12. September  2012)
Schweizer Parlamantarier sollen laut einem Bericht von Unternehmen, Verbänden und Organisationen rund 50 Millionen Franken pro Jahr erhalten: Regula Rytz (GP, BE) telefoniert im Nationalratsaal. (12. September 2012)
Keystone
«So, wie wir das Milizsystem idealisieren, existiert es in der Realität längst nicht mehr»: Doris Fiala (FDP, ZH).
«So, wie wir das Milizsystem idealisieren, existiert es in der Realität längst nicht mehr»: Doris Fiala (FDP, ZH).
Keystone
Als Nationalratspräsident brummte er dem Parlament zusätzliche Sitzungszeiten am Abend auf: Arnold Koller (l.), hier auf dem offiziellen Bundesratsfoto von 1997.
Als Nationalratspräsident brummte er dem Parlament zusätzliche Sitzungszeiten am Abend auf: Arnold Koller (l.), hier auf dem offiziellen Bundesratsfoto von 1997.
Handout Bundeskanzlei, Keystone
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Die Ankündigung von Peter Spuhlers (SVP, TG) Rücktritt aus dem Nationalrat hat eine Debatte ausgelöst, ob ein Nationalratsmandat vom Arbeitsaufwand her noch vereinbar sei mit einem «normalen Job». Wenn Unternehmer oder engagierte Gewerbetreibende im Parlament zunehmend fehlen, gehe der wesentliche Vorteil des Milizsystems verloren: nämlich dessen Kapazität, verschiedene Lebensrealitäten in den politischen Prozess zu integrieren, schrieb zum Beispiel die «Südostschweiz».

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