Mehr Sensibilität, Herr Bundesrat

Will Ignazio Cassis glaubhaft machen, dass er keine Partikularinteressen vertritt, sollte er beim Sammeln von Mandaten vorsichtiger sein.

Christoph Lenz@lenzchristoph

Ignazio Cassis steht unter besonderer Beobachtung. Seine frühere Tätigkeit an der Spitze des Krankenkassenverbandes Curafutura hat ihm nicht nur einen fürstlichen Lohn von 180'000 Franken pro Jahr eingebracht. Sondern auch einen Schmähnamen, nämlich «Kranken-Cassis» – und einen Präventivverdacht. Für wen sich der Tessiner im Bundesrat bei gesundheitspolitischen Fragen wohl einsetzen wird? Viele Beobachter glauben, die Antwort auf diese Frage bereits zu kennen. Sie zweifeln daran, dass Cassis fähig ist, die Wandlung vom Interessenvertreter zum Landesvater zu vollziehen.

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