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Jihad-Reisender in Kloten verhaftet

Eben erst wurde die Festnahme eines Schweizers in der Türkei bekannt, der sich dem IS anschliessen wollte. Nun taucht der Fall eines weiteren mutmasslichen Schweizer Jihadisten auf.

Überwachen den Zürcher Flughafen: Beamte der Kantonspolizei Zürich.
Überwachen den Zürcher Flughafen: Beamte der Kantonspolizei Zürich.
Keystone

Am Flughafen Zürich wurde ein 25-jähriger Schweizer festgenommen, der offenbar über Istanbul nach Syrien/Irak reisen wollte. Dem Mann wird vorgeworfen, sich an einer verbotenen Gruppierung zu beteiligen (gemäss Art. 2 Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierung al-Qaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen).

Zudem werde er der Unterstützung einer kriminellen Organisation beschuldigt, heisst es in einer Medienmitteilung der Bundesanwaltschaft von heute Mittwoch. Die verhaftete Person stammt aus dem Grossraum Zürich. Mehr könne derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben werden.

Verhaftung eines Schweizers auch in der Türkei

Die Verhaftung habe in enger Zusammenarbeit mit der Bundeskriminalpolizei und der Kantonspolizei Zürich stattgefunden. Sie reihe sich nahtlos in die Strafverfolgung von terroristischen Aktivitäten durch die Bundesanwaltschaft ein. Bereits 2014 wurden zwei Personen wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie öffentlicher Aufrufe zu Gewalt zu unbedingten und bedingten Gefängnisstrafen verurteilt.

Heute wurde zudem bekannt, dass ein Schweizer in der Türkei verhaftet wurde, der unter Verdacht stand, sich dem IS anschliessen zu wollen. Laut EDA befindet sich die Person bereits wieder in der Schweiz.

Haft verlängert

Im März 2015 hat die Bundesanwaltschaft zudem die Haft von drei irakischen Staatsbürgern um sechs Monate verlängert. Sie sind seit gut einem Jahr in Haft und stehen im Verdacht, für die Terrorgruppe Islamic State of Iraq and the Levant (Isil) in der Schweiz aktiv zu sein. Die Anklage werde im Verlauf des Sommers beim Bundesstrafgericht eingereicht, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Derzeit führe sie rund zwei Dutzend Strafverfahren im Bereich des radikalen Jihadismus.

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