Jeder Schweizer produziert jährlich über 700 Kilo Abfall

Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz bei der Müllproduktion den dritten Platz. Dafür sind wir auch beim Recyceln und Kompostieren vorne mit dabei.

Vorne mit dabei ist die Schweiz auch beim Recyclen: Seit Anfang September 2018 läuft in Bern der Pilotversuch «Farbsack-Trennsystem», bei dem der Abfall zu Hause nach Werkstoffen getrennt in verschiedenfarbigen Säcken gesammelt wird. (Archiv)

Vorne mit dabei ist die Schweiz auch beim Recyclen: Seit Anfang September 2018 läuft in Bern der Pilotversuch «Farbsack-Trennsystem», bei dem der Abfall zu Hause nach Werkstoffen getrennt in verschiedenfarbigen Säcken gesammelt wird. (Archiv)

(Bild: Keystone Patrick Huerlimann)

In der EU ist der Durchschnitt an Siedlungsabfällen pro Kopf 2017 wieder leicht gestiegen von 486 auf 487 Kilogramm. Den Schnitt kräftig nach oben gedrückt hat Dänemark mit 781 Kilo, gefolgt von Zypern, Deutschland, Luxemburg und Malta mit je über 600 Kilo.

Zwei Nicht-EU-Länder schaffen es bei der Müllproduktion aufs «Treppchen»: Jeder Norweger produzierte im Jahr 748 Kilo Siedlungsmüll, jeder Schweizer 706 Kilo gemäss neuen Zahlen des Europäischen Statistikamts Eurostat. Was die Schweiz betrifft, stimmen die Zahlen etwa mit denjenigen des Bundesamts für Umwelt (Bafu) überein.

EU-Schnitt beim Recycling bei 81 Kilo

Die grössten Abfallproduzenten sind augenscheinlich auch die fleissigsten Wiederverwerter: Dänemark recycelt 213 Kilo pro Kopf, Norwegen 216 und die Schweiz laut Eurostat 217 Kilo. Das liegt alles weit über dem EU-Schnitt von 81 Kilo.

Auch beim Kompostieren sind die «Abfallsünder» fleissig: Dänemark verwandelt pro Kopf 149 Kilo Abfall zu Humus, die Schweiz 153 Kilo. Europameister im Kompostieren ist Österreich mit 182 Kilogramm.

sep/sda

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