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Glücklich das Land, das so «sparen» kann

Fabian Schäfer, Redaktor der Berner Zeitung, zu den Bundesfinanzen.

Nein, die Schweiz muss weiterhin nicht sparen, auch wenn das nun fast alle sagen. Der Bundesrat hat gestern kein Sparpaket vor­gelegt, ­sondern ein «Stabilisierungsprogramm». Sprich: Die Schweiz muss dafür sorgen, dass die Ausgaben in den nächsten Jahren langsamer wachsen als geplant. Selbstverständlich ist auch dies im Einzelfall unangenehm, zum Beispiel wenn das Personal auf eine Lohnerhöhung verzichten muss. Verteilkampf und Wehklagen lassen denn auch nicht auf sich warten.

Da schadet es nicht, an einem kleinen Beispiel zu veranschaulichen, was alles wir in diesem verwöhnten Land unter «Sparen» verstehen. Konkret geht es um die 22. von total 24 Massnahmen, die der Bundesrat vorschlägt. Sie betrifft die ­Militärversicherung, die Berufssoldaten anstelle der «normalen» Grundversicherung bei Krankheit und Unfall absichert. Es ist gut verständlich, dass sich auch pensionierte Berufsmilitärs weiterhin freiwillig hier versichern, denn bei der Militärversicherung zahlen sie massiv ­tiefere Prämien als der Rest der Bevölkerung.

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