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Glarus sucht Eigentümer von 430 Vermögen

Der Kanton Glarus will nachrichtenlose Vermögen den rechtmässigen Eigentümern zurückgeben.

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Gesucht werden verschwundene Personen und Erben von Verstorbenen, deren Gelder teils seit über 100 Jahren amtlich verwaltet werden. Die Bereinigung der verwalteten Vermögen steht im Zusammenhang mit der erfolgten Kantonalisierung des Sozialwesens. Millionen von Franken liegen auf dem Sozialamt allerdings nicht zum Abholen bereit. Der für das Verschollenheitsverfahren zuständige Kantonsgerichtspräsident Andreas Hefti sprach auf Anfrage von Klein- und Kleinstbeträgen.

Die verwalteten Vermögen gehörten zum Teil Leuten, die Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts nach Russland, Amerika oder Argentinien auswanderten. Sie hätten die Heimat nicht verlassen, weil sie Geld gehabt hätten, sondern «des Brotes willen», erklärte Hefti. Geld um die Jahrhundertwende hätten in Glarus vor allem Industrielle besessen. Gesucht werden weiter Erben von Verstorbenen mit amtlich verwalteten Vermögen. Laut Hefti handelt es sich dabei meist um nicht ganz ausgeschöpfte Grabfonds, die nicht mehr in Glarus lebende Erben errichtet hätten, um Gräber bis zu deren Auflösung von den Behörden pflegen zu lassen.

Die Meldefrist läuft bis Ende Februar nächsten Jahres. Danach sollen die Vermögen aufgelöst werden. Können sie keinen Anspruchsberechtigten ausbezahlt werden, gehen sie an das Gemeinwesen über.

(SDA)

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