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«Europa braucht jetzt auch die politische Union»

Der deutsche Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wird in der Schuldenkrise als Staatsmann gerühmt, der Deutschland sanierte. Seither meldet sich der heutige Lobbyist für russisches Gas auch politisch wieder öffentlich zu Wort. Im Interview spricht er über Euro-Krise, Steuerstreit und sein Verhältnis zu Russland.

«Natürlich schmerzt das»: Der deutsche Ex-Kanzler Gerhard Schröder plädiert für einen entspannteren Umgang mit der Personenfreizügigkeit in Europa.
«Natürlich schmerzt das»: Der deutsche Ex-Kanzler Gerhard Schröder plädiert für einen entspannteren Umgang mit der Personenfreizügigkeit in Europa.
Beat Mathys

Herr Schröder, das Urteil des Karlsruher Verfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm (ESM) wird europaweit als Befreiungsschlag gefeiert. Wie lautet Ihre Einschätzung?Gerhard Schröder: Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ein guter Entscheid. Denn er ermöglicht es der deutschen Regierung, alles Nötige zu tun, um den Euro zu stabilisieren. Dass das Urteil zugleich einen Haftungsrahmen für Deutschland festlegt, bei dessen Überschreitung der Bundestag zwingend konsultiert werden muss, halte ich ebenfalls für völlig richtig.

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