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«Es ist unklar, bei wem sich die Patienten anstecken»

In den Schweizer Spitälern sterben jährlich zahlreiche Patienten an der Grippe. Trotzdem ist ein Grossteil des Pflegepersonals nicht geimpft. Warum eigentlich?

Ältere Patienten sind nur eine der Risikogruppen, für die eine Grippe im Spital gefährlich werden kann: Pflegende betreuen einen Patienten. (Archivbild)
Ältere Patienten sind nur eine der Risikogruppen, für die eine Grippe im Spital gefährlich werden kann: Pflegende betreuen einen Patienten. (Archivbild)
Keystone

Frau Gassmann, jährlich sterben schweizweit bis zu 300 Spitalpatienten an der Grippe – auch weil sich das Spitalpersonal weigert, sich impfen zu lassen. Der Widerstand ist angesichts dieser Zahlen schwer nachvollziehbar. Diese Aussage beruht auf einer fragwürdigen Datenlage: Einerseits wurde für diese Zahl lediglich eine Erhebung des Universitätsspitals Genf hochgerechnet. Andererseits bleibt unklar, bei wem sich die an der Folge einer Grippe verstorbenen Patienten angesteckt haben. Die Viren könnten auch von Besuchern oder Mitpatienten übertragen worden sein. Die Grippeimpfrate des Schweizer Spitalpersonals ist mit jener in den anderen Industrieländern vergleichbar. Interessant ist zudem, dass die Hepatitis-B-Impfrate bei 95 Prozent liegt. Von einem impfkritischen Spitalpersonal zu sprechen, ist also falsch.

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