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Es hagelt bereits Kritik

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Reform der zweiten Säule wird es schwer haben.

Gelingt die Reform der beruflichen Vorsorge diesmal, nachdem alle Versuche der vergangenen Jahre scheiterten? Erste Reaktionen zeigen, dass auch der neue Vorschlag des Bundesrats einen langen und schwierigen Weg vor sich hat – und dies, obwohl ein Kompromiss der Gewerkschaften und des Schweizerischen Arbeitgeberverbands die Grundlage bildete.

So beklagt der Schweizerische Gewerbeverband eine «Sozialisierung der zweiten Säule». Die vorgesehenen Zusatzrenten verursachten massive Mehrkosten und höhere Lohnabzüge; sie zerstörten das «bewährte 3-Säulen-Prinzip» der Altersvorsorge. Leidtragende seien in erster Linie die Jungen, hält der Gewerbeverband fest – und bleibt damit seiner Linie treu. Er hat den Kompromiss der Gewerkschaften und Arbeitgeber von Anfang an bekämpft, obschon er an den Verhandlungen beteiligt war.

Kritik kommt auch vom Pensionskassenverband Asip. Die Rentenzuschläge brächten «für die Mehrheit der Versicherten einen unnötigen Leistungsausbau mit hohen Kosten». Der Asip propagiert stattdessen ein eigenes Reformmodell. Dieses würde unter anderem den Umwandlungssatz (der über die Höhe der ausbezahlten Rente entscheidet) stärker absenken: von 6,8 auf 5,8 statt auf 6 Prozent.

«Erhebliche systematische Schwächen» werden der bundesrätlichen Vorlage auch von Scienceindustries attestiert, dem Verband der Chemie- und Pharmaindustrie. Auch der Verband «Arbeitgeber Banken» lehnt sie ab.

Von einem «wichtigen Kompromiss» spricht dagegen die SP Schweiz. Der Gewerkschaftsbund schreibt gar, der Bundesrat ergreife eine «historische Chance». (fre)

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