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«Babyfarmen» für Schweizer – die Behörden schauten weg

Viele Schweizer Paare adoptierten Babys aus Sri Lanka. Dabei kam es zu Kinderhandel – die Betroffenen leiden stark unter den Folgen.

Alexandra Bröhm
Kinderhandel: Schweizer Medien berichteten schon im Mai 1982 über die Babyfarmen in Sri Lanka. Quelle: Youtube/Zembla
Kinderhandel: Schweizer Medien berichteten schon im Mai 1982 über die Babyfarmen in Sri Lanka. Quelle: Youtube/Zembla

Knapp tausend Kinder adoptierten Schweizer Paare von 1973 bis 1997 aus Sri Lanka. Was viele schon länger vermuteten, bestätigt nun ein Forschungsbericht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Auftrag des Bundesamtes für Justiz: Bei vielen dieser Adoptionen missachteten die Vermittlungsstellen in den Achtzigerjahren die gesetzlichen Regeln. Doch die Schweizer Behörden unternahmen trotz zahlreicher Warnungen wegen Kinderhandels lange Jahre nichts, um die Missstände zu beheben. Eine Folge dieser Praxis: Zahlreiche heute erwachsene Adoptierte suchen verzweifelt nach ihren biologischen Eltern. Die Suche ist häufig chancenlos, weil die Angaben in den offiziellen Dokumenten gefälscht sind.

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