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Erzielt die IV in 30 Jahren Milliardenüberschüsse?

Die Invalidenversicherung hat 12 Milliarden Franken Schulden. Doch Experten beim Bund rechnen damit, dass die IV längerfristig Überschüsse schreibt.

Fonds der IV soll sich laut Experten aufbauen: Physiotherapie im Paraplegiker Zentrum Nottwil. (Archivbild)
Fonds der IV soll sich laut Experten aufbauen: Physiotherapie im Paraplegiker Zentrum Nottwil. (Archivbild)
Sigi Tischler, Keystone

Dank Reformen nimmt die Zahl von Neurentnern bei der Invalidenversicherung (IV) stetig ab. Eine befristete Zusatzfinanzierung trägt ebenfalls dazu bei, dass der Schuldenberg schrumpft. Der IV-Fonds mit fünf Milliarden Franken konnte deshalb unangetastet bleiben.

Die längerfristigen Aussichten seien sogar ausgezeichnet, wie Carsten Colombier von der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) zu SRF sagte: «Der Fonds wird sich bis 2045 nach Berechnungen des Bundesamts für Sozialversicherungen bis auf 66 Milliarden Franken aufbauen.»

Prognosen schüren Hoffnungen

Laut EFV liessen sich die Überschüsse vor allem durch die 5. IV-Revision erklären: Die Zahl der IV-Rentner sei stärker zurückgegangen als ursprünglich geschätzt, wie Colombier gegenüber SRF sagte.

Die Prognosen schüren Hoffnungen, zum Beispiel bei der Basler SP-Politikerin Silvia Schenker: «Wenn das tatsächlich so ist, wäre das eine sehr gute Ausgangslage für weitere IV-Revisionen.» Der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, Roland Müller, hingegen warnt laut SRF, dass bis 2045 noch sehr viel passieren könne: «Im Umfeld der Sozialwerke diskutiert man realistischerweise in der Regel wesentlich kürzere Perspektiven, und entsprechend ist dieses Resultat doch eher unwahrscheinlich.»

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