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Eklat beim Schweizer Fernsehen

Die frühere Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre hat ihr Mandat als Verwaltungsratspräsidentin der Produktionsfirma TPC niedergelegt. Sie sei empört über die Personalpolitik des neuen SRG-Superdirektors Rudolf Matter.

Zieht die Konsequenzen: Ingrid Deltenre.
Zieht die Konsequenzen: Ingrid Deltenre.
Keystone

Einen Tag nach dem Abgang von Fernsehdirektor Ueli Haldimann ist gestern ein neuer Rücktritt bekannt geworden. Die frühere Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre legt ihr Mandat als Verwaltungsratspräsidentin der Produktionsfirma TPC nieder.

Hintergrund ist laut «SonntagsZeitung» die Art und Weise, wie der neue SRG-Superdirektor Rudolf Matter die Rückkehr des unterlegenen Haldimanns auf den Posten des Fernsehchefredaktors verhinderte.

Im Communiqué, das Deltenre gestern Nachmittag verschickte, begründete sie ihren Entscheid zwar mit ihrem Job als Generaldirektorin der European Broadcastin Union. In Tat und Wahrheit kam es aber an der Sitzung des TPC-Verwaltungsrates vom letzten Donnerstag zum Eklat, als Ueli Haldimann seinen Abgang vom Fernsehen kommunizierte.

Offene Empörung

Wie mehrere SRG-Kadermitglieder der «NZZ am Sonntag» bestätigten, ist es am Donnerstag bei der Verwaltungsratssitzung der TPC zu einer hitzigen Diskussion gekommen. Ingrid Deltenre habe dabei dem Präsidenten der SRG Deutschschweiz, Viktor Baumeler, erklärt, sie wolle nicht länger für ein Unternehmen arbeiten, das verdiente, loyale Mitarbeiter dermassen schlecht behandle. Deltenre ist empört darüber, dass Ueli Haldimann entgegen einer vertraglichen Zusicherung nicht Chefredaktor des Schweizer Fernsehens bleiben kann.

Rudolf Matter, der neue Regionaldirektor von Radio und Fernsehen, hatte Haldimann letzte Woche erklärt, dass er die Chefredaktion des Fernsehens mit einer neuen Person besetzen wolle.

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