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Ein Elternschaftsurlaub wäre am sinnvollsten

Die BZ-Wirtschaftsredaktorin Mirjam Comtesse kommentiert das Nein des Nationalrates zum Vaterschaftsurlaub.

Das Nein zu einem zweiwöchigen Urlaub für Väter ist zu begrüssen. Zwar ist es schade, dass Männer nicht stärker ermuntert werden, sich in der neuen Familie zu engagieren. Doch in der ersten Phase, wenn die Mutter das Bébé stillt, können sie ohnehin nur bedingt mithelfen. Ein Vaterschaftsurlaub führt deshalb kaum dazu, dass Männer schneller eine tragfähige Beziehung zu ihrem Kind aufbauen.Sinnvoller wäre ein Elternschaftsurlaub analog zum heutigen Mutterschaftsurlaub. Die Eltern könnten dabei selber entscheiden, wer von ihnen wie viel der verfügbaren Zeit be­ansprucht. Das wäre nicht viel teurer als heute. Denn die 14 Wochen Urlaub blieben gleich, nur müsste die Erwerbsersatzordnung wegen der höheren Löhne der Männer etwas mehr be­ansprucht werden.

Neben der ungefähren Kostenneutralität hätte diese Lösung einen weiteren Vorteil:?Wenn Männer alleine Zeit mit ihren Kindern verbringen, können sie die volle Verantwortung übernehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Mütter ihnen andauernd erklären, wie «sie es richtig machen müssten».

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