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«Die Tragödie ist unermesslich»

Hans-Peter Lenz leitet die Katastrophenhilfe des Bundes für Pakistan. Im Interview mit Redaktion Tamedia spricht er über die Hauptprobleme bei dieser Mission und über die Propaganda der Taliban.

Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Noch immer sind zahlreiche Felder in Pakistan überflutet, und bald beginnt der Winter. Hier Shah Jamal, 5. September 2010.
Keystone
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
29. August: Die Fluten ausserhalb von Thatta gehen zurück.
Keystone
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Leute, die von der Flut betroffen sind, demonstrieren in den Strassen von Nowshera gegen die Regierung.
Keystone
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Herr Lenz, die UNO spricht von der grössten Naturkatastrophe, die es je gegeben habe. Noch schlimmer als das Erdbeben in Haiti oder der Tsunami in Südostasien. Bestätigt sich für Sie dieser Eindruck? Ich bin gegen ein Rating der Katastrophen. Doch in der Tat handelt es sich um eine unermessliche Tragödie, weil die Schäden gewaltig und nachhaltig sind. In den Gebieten, wo sich unsere Hilfe konzentriert, ist das Kulturland weggespült oder mit Geröll und Schlamm überschwemmt – und somit auf längere Zeit nicht mehr nutzbar. In einem Erdbebengebiet kann man demgegenüber jeweils relativ rasch wieder Agrarwirtschaft betreiben. Beim Tsunami war «nur» ein relativ schmaler , kaum landwirtschaftlich genutzter Küstenstreifen betroffen. Hier in Pakistan ist das nun ganz anders. Riesige Gebiete sind landwirtschaftlich für lange Zeit unbrauchbar geworden.

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