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Die Schweiz sucht weiter nach einem Chefunterhändler

Kurz nach der Absage von Mario Gattiker verzichtet auch Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl. Der Bundesrat will sich noch im August für einen Kandidaten entscheiden.

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Will ihre Posten noch nicht aufgeben: Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl. (19. Februar 2015)
Will ihre Posten noch nicht aufgeben: Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl. (19. Februar 2015)
Keystone

Auch economiesuisse-Direktorin Monika Rühl will nicht Chefunterhändlerin für die verschiedenen EU-Dossiers werden. Das sagte die ehemalige Diplomatin in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Mitte Woche war bekannt geworden, dass mit Mario Gattiker einer der Favoriten abgesagt hat.

Um «gar keinen Preis» wolle sie die neue Aufgabe wieder verlassen, sagte Rühl im Interview. Die 51-Jährige ist erst seit einem knappen Jahr Direktorin des Wirtschaftsdachverbands.

«Verhandlungstaktisch richtig»

Die ehemalige Diplomatin war unter anderem Botschaftsrätin bei der UNO in New York, persönliche Mitarbeiterin von Alt-Bundesrat Joseph Deiss und im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zuständig für den Bereich bilaterale Wirtschaftsbeziehungen. Rühl hält es für «verhandlungstaktisch richtig», dass der Bundesrat einen Chefunterhändler oder eine -unterhändlerin mit einem grossen Paket an Dossiers betrauen will.

Die Landesregierung hatte Ende Juni beschlossen, für die verschiedenen EU-Dossiers einen Chefunterhändler einzusetzen. Bei dieser Person sollen künftig die Fäden zusammenlaufen. Dazu gehören neben der Personenfreizügigkeit das Abkommen über institutionelle Fragen, der Zugang zum Finanzmarkt, das Stromabkommen, die Forschungszusammenarbeit oder die Kultur.

Am Mittwoch hatte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga den Verzicht von Mario Gattiker bekannt gemacht. Der Staatssekretär für Migration galt als einer der Favoriten. Auch die Namen von Jacques de Watteville, dem Staatssekretär für Finanzfragen, oder des ehemaligen Spitzendiplomaten Michael Ambühl werden genannt. Wer den Posten bekommt, will der Bundesrat noch im August entscheiden.

(SDA)

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