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Die Neid-Kampagne der CVP gefährdet die AHV-Reform

Redaktor Fabian Schäfer zum Kampf der CVP gegen die Heiratsstrafe.

Die CVP führt ihren verbissenen Kampf gegen die Heiratsstrafe fort. Unbeirrt von der Abstimmungsniederlage vom Sonntag, beackert sie ihr Lieblingsthema weiterhin hart­näckig. Am Donnerstag gaben ihre Wortführer den weiteren Fahrplan bekannt. Die Heiratsstrafe bei der Bundessteuer soll rasch verschwinden. Bei der AHV strebt die CVP höhere Renten für Ehepaare an.

Der missionarische Eifer ist zwiespältig. Im Fall der Bundessteuer hat die Partei die Argumente auf ihrer Seite – im Fall der AHV ganz und gar nicht. Das liegt vor allem daran, dass es dort gar keine Heiratsstrafe gibt. Vielmehr findet via AHV eine Umverteilung von Ledigen zu Verheirateten statt, auch wenn dies dem CVP-Katechismus widerspricht. Die ­Zahlen sind eindeutig. Primär wegen der Witwenrenten, auf die nur verheiratete Frauen Anrecht haben, gibt es bei der AHV einen «Heiratsbonus».

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