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Die Folgen eines Stromausfalls für die Schweiz

Was, wenn in der Schweiz für mehrere Tage der Strom ausfallen würde? Der Bundesrat hat dieses Szenario untersuchen lassen.

Ein kurzfristiger Stromengpass hätte in der Schweiz gravierende Auswirkungen auf die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den der Bundesrat 2010 in Auftrag gegeben hat. Nun sollen Massnahmen zur Bewältigung eines solchen Szenarios erarbeitet werden.

Betroffen von Versorgungsunterbrüchen wären vor allem Informations- und Kommunikationstechnologien, Transport-, Logistik- und Energienetze. Aber auch der Agrarsektor und die Industrie seien zur Erfüllung ihrer Funktionen auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen, teilte der Bundesrat am Donnerstag mit.

Im Falle eines kurzfristigen, über mehrere Tage andauernden Engpasses kann der Bund bereits heute verschiedene Massnahmen anordnen. So könnten etwa der Betrieb von Leuchtreklamen oder Klimaanlagen eingeschränkt und der Stromverbrauch der Grosskonsumenten kontingentiert werden.

Weitere Massnahmen werden geprüft

Der Bundesrat hat am Donnerstag verschiedenen Departementen den Auftrag erteilt, Vorschläge für Massnahmen zur Bewältigung von Stromengpässen auszuarbeiten. Geprüft werden soll etwa, wie sich Stromausfälle auf den Zahlungsverkehr auswirken und welche Risiken damit verbunden sind.

Konkrete Massnahmen erwartet der Bundesrat auch bezüglich Schienen-, Strassen- und Luftverkehr und der Telekommunikationsdienste. Abgeklärt werden soll auch die Stromversorgung von Spitälern im Krisenfall.

Kein Zusammenhang mit Strategie 2050

Der Bundesrat hatte im Anschluss an die Strategische Führungsübung 2009 das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement(EVD) beauftragt, zusammen mit den Departementen und der Bundeskanzlei die Auswirkungen eines Versorgungsengpasses im Strombereich vertieft zu analysieren.

Gestützt auf diesen Auftrag hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie den Bericht «über die Vorbereitungen auf krisenbedingte Versorgungsengpässe im Stromberereich» erarbeitet. Dieser stehe nicht in Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050, heisst es in der Mitteilung.

SDA/bru

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