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Der Service public braucht keinen Totalumbau

Julian Witschi, Redaktor der Berner Zeitung, zur Abstimmung über die Initiative «Pro Service public» vom 5. Juni.

Die Schweiz ist stolz auf ihren Service public. Die gelben Postautos bis ins hinterste Bergdorf oder die starken Gotthard-Lokomotiven wecken bei vielen Heimatgefühle. Umso empfindlicher reagieren wir, wenn dieses idealisierte Bild Risse bekommt. Wenn Züge verspätet und dreckig sind oder Poststellen für immer schliessen (obwohl man seit langem nicht mehr selber dort war).

Die Unzufriedenheit mit dem Service public von Post, SBB und Swisscom hat zugenommen.Die Konsumentenmagazine «K-Tipp» und «Saldo» haben diesen Groll zusammen mit ihren Pendants in der Westschweiz und im Tessin geschickt aufgenommen. Angereichert mit dem populären Anliegen, die Chefsaläre zu stutzen, hat die Initiative gemäss Umfragen weiterhin Chancen auf ein Ja. Obwohl selbst die Vereinigung der Berggebiete ein Nein empfiehlt.

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