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Der falsche Prinz von Monte Brè

Mitten in ein Dorf oberhalb von Locarno wollen Investoren ein Luxusresort bauen. Gegen das Projekt regt sich Widerstand – auch wegen eines Beraters.

Unten der Lago Maggiore, oben, in den wilden Kastanienwäldern, das 100-Seelen-Dorf Monte Brè. Fotos: Sabina Bobst
Unten der Lago Maggiore, oben, in den wilden Kastanienwäldern, das 100-Seelen-Dorf Monte Brè. Fotos: Sabina Bobst

«Da», sagt Marco Ricca, während er die steile Dorfstrasse hinaufstapft. «Das Haus des Principe.» Er muss dabei ­etwas lachen. Doch eher auf die grummelige Art, die besagt, dass es eigentlich nichts zu lachen gibt.

Ricca, der Kopf des Widerstands, steht vor dem Haus des Mannes, den sie in Monte Brè den «Prinzen» nennen. Dieser Dorfbewohner hatte sich selbst als Heilsbringer inszeniert, brachte aber vor allem eines: Unruhe. Ein hoher ­elektrisch geladener Zaun umschliesst das Areal. «Als er den errichtete, fanden wir das schon irgendwie seltsam», sagt Ricca.

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