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Der Chef, der kein eigenes Büro hatte

Er verordnete allen Mitarbeitern das «Du» und verzichtete auf ein eigenes Büro: Carsten Schloter ist als unkonventioneller Chef der Swisscom aufgefallen. Auch der Konkurrenz lehrte er mit eigenwilligen Mitteln das Fürchten. Schloter ist am Dienstag 49-jährig gestorben.

Es ist eine Nachricht, die fassungslos macht: Swisscom-Chef Carsten Schloter ist heute Morgen an seinem Wohnort im Kanton Freiburg tot aufgefunden worden. Wie der grösste Schweizer Telekomanbieter mitteilte, gehe die Polizei von einem Suizid aus. Schloter hinterlässt drei kleine Kinder und eine Ehefrau, von der er getrennt lebte.

Über die Gründe für Schloters Entscheid kann nur spekuliert werden. Jedenfalls erscheinen Aussagen, die er im Mai gegenüber der «Schweiz am Sonntag» gemacht hatte, jetzt in einem anderen Licht. Im Interview gab er sich als Getriebener zu erkennen. Über die Gefahr der ständigen Erreichbarkeit sagte Schloter: «Ich stelle bei mir fest, dass ich immer grössere Schwierigkeiten habe, zur Ruhe zu kommen, das Tempo herunterzunehmen.»

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