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Der algerische Machtkampf erreicht das Genfer Unispital

Algeriens kranker Präsident wird in Genf behandelt. Nun wurde ein Oppositioneller im Spital festgenommen.

Rachid Nekkaz (links mit Schal) spricht mit Journalisten vor dem Spital. (8. März 2019)
Rachid Nekkaz (links mit Schal) spricht mit Journalisten vor dem Spital. (8. März 2019)
Tom Miles, Reuters

Im Genfer Universitätsspital (HUG), in dem der schwer kranke algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika behandelt wird, ist der algerische Oppositionelle Rachid Nekkaz festgenommen worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Genfer Polizei.

Der Mann werde noch verhört, sagte sie am Freitagnachmittag. Nekkaz wollte bei den Präsidentenwahlen im April antreten, war aber disqualifiziert worden.

Nach Angaben der Polizeisprecherin hatte das Spital die Polizei gerufen. Es sei eine apolitische Institution, die dem Mann keinen Zutritt habe gewähren wollen.

Vorausgegangen sei eine nicht genehmigte Demonstration von etwa 30 Personen vor der Klinik. Die Polizei sei vor Ort gewesen und habe die Teilnehmer aufgefordert, sich vom Krankenhaus zu entfernen.

Bouteflika wird seit knapp zwei Wochen im Genfer HUG behandelt. In seiner Heimat demonstrieren seit Wochen Tausende gegen seinen Antritt bei der Wahl am 18. April.

Trotzdem hatte er vom Spitalbett aus seine offizielle Kandidatur für eine fünfte Amtszeit eingereicht. Die Regierung veröffentlichte am Donnerstag eine Botschaft Bouteflikas mit der Warnung, dass die Proteste in Chaos enden könnten.

Oppositionspolitiker sehen Bouteflika nicht in der Lage, weiterhin Amtsgeschäfte zu führen. Er benutzt seit einem Schlaganfall 2013 einen Rollstuhl, hat Schwierigkeiten beim Sprechen und tritt selten in der Öffentlichkeit auf.

SDA/mac

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