Zum Hauptinhalt springen

Das Stromnetz wird unnötig stark und teuer ausgebaut

Immer mehr Strom wird mit privaten Solarkraftwerken auf Dächern von Wohnhäusern oder Firmengebäuden produziert. Die Elektrizitätsfirmen in der Schweiz müssen jede Kilowattstunde davon ins Stromnetz einspeisen. Diese gesetzlich verankerte Abnahmepflicht kann einerseits zu Verlusten bei den Elektrizitätsfirmen führen. Andererseits macht sie einen milliardenschweren Ausbau des Verteilnetzes nötig. Die im vergangenen Jahr in der Schweiz installierten Solaranlagen zogen einen Netzausbau in der Höhe von 20 bis 30 Millionen Franken nach sich, wie der Berner Energiekonzern BKW auf Anfrage mitteilt. Um aber die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen, wird ein Netzausbau von geschätzten 13 Milliarden Franken nötig sein.

Höhere Tarife für alle

Einerseits fordert der Solarboom den Ersatz von bestehenden Leitungen durch neue mit höherer Kapazität. In den meisten Fällen werden unterirdische Niederspannungskabel verlegt. Zudem werden bestehende Transformatoren ersetzt. Ebenfalls müssen neue Leitungen speziell für die Solaranlagen gebaut werden. Den Netzausbau bezahlen alle Stromkunden gemeinsam über steigende Tarife. Für den Netzanschluss einer privaten Solaranlage muss der Betreiber selbst aufkommen. Doch dieser erhält Subventionen aus dem Topf der kostendeckenden Einspeisevergütung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.