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«Das ist kein Sozialismus, sondern schweizerische Selbsthilfe»

Die Wohnungsinitiative sei Planwirtschaft, sagen Kritiker. Initiant Balthasar Glättli wehrt sich – und sagt, wer von den günstigen Wohnungen profitieren soll.

Markus Brotschi
«Unsere Initiative stärkt den Föderalismus bis hin zur Gemeinde»: Mieterpräsident Balthasar Glättli. Fotos: Kostas Maros
«Unsere Initiative stärkt den Föderalismus bis hin zur Gemeinde»: Mieterpräsident Balthasar Glättli. Fotos: Kostas Maros

Wohnungssuchende in grossen Städten und Agglomerationen klagen seit Jahren über höher werdende Mieten, trotz rekordtiefem Hypozins. Warum hat der Mieterverband nicht eine Initiative gegen den im Mietrecht angelegten Erhöhungsmechanismus lanciert? Diese Erhöhungsspirale ist tatsächlich ein enormer Missstand. Er liegt darin begründet, dass viele Vermieter bei jeder Neuvermietung den Mietzins massiv erhöhen. Aber wir möchten mit nachhaltiger Wirkung den Anteil der Wohnungen erhöhen, bei denen der Mietzins über Jahrzehnte auf den effektiven Kosten beruht und bei denen nicht auf dem Buckel der Mietenden rücksichtslos Rendite gebolzt wird. Letztlich trafen wir den strategischen Entscheid, dass unser Verband nicht nur im Mietrecht entscheidend mitreden will, sondern auch in der Wohnbaupolitik.

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