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Das erste Jugendgefängnis der Romandie

36 junge Kriminelle aus dem Welschland und dem Tessin werden ab dem Frühjahr in Palézieux einsitzen. Mit grossen Fenstern und einem breiten Betreuungsangebot wirkt das Gefängnis nicht wie eine Haftanstalt.

Der Bau dauerte zwei Jahre, die Kosten von 30,5 Millionen Franken wurden eingehalten: Der neue Gefängnisdirektor Philip Curty zeigt die Anstalt den Medien. (16. Dezember 2013)
Der Bau dauerte zwei Jahre, die Kosten von 30,5 Millionen Franken wurden eingehalten: Der neue Gefängnisdirektor Philip Curty zeigt die Anstalt den Medien. (16. Dezember 2013)
Jean-Christophe Bott, Keystone
Ein Drittel der Stellen wurde durch Strafvollzugspersonal besetzt: Ein Wächter in der neuen Anstalt. (16. Dezember 2013)
Ein Drittel der Stellen wurde durch Strafvollzugspersonal besetzt: Ein Wächter in der neuen Anstalt. (16. Dezember 2013)
Jean-Christophe Bott, Keystone
In dem Gefängnis gibt es eine Spielzimmer, in dem unter anderem ein Tischfussballkasten steht. (16. Dezember 2013)
In dem Gefängnis gibt es eine Spielzimmer, in dem unter anderem ein Tischfussballkasten steht. (16. Dezember 2013)
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Die Waadtländer Regierung hat heute in Palézieux VD die erste Strafanstalt für Minderjährige in der Romandie eröffnet. Sie soll ab dem Frühling bis zu 36 junge Kriminelle aus der Westschweiz und aus dem Tessin aufnehmen. Es handle sich um eine Premiere für die Romandie, sagte der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis (FDP) vor den Medien. Der Bau dauerte zwei Jahre, die Kosten von 30,5 Millionen Franken wurden eingehalten.

Das Ziegelsteingebäude erinnert ein wenig an einen Bauernhof und macht mit seinen grossen Fenstern nicht den Eindruck einer Strafanstalt. Der Komplex besteht aus vier Gebäuden, die sich um einen Hauptplatz gruppieren. Bei der Einrichtung «Aux Léchaires» für Minderjährige handelt es sich zwar um eine Strafanstalt, sie wartet jedoch mit einem grossen Betreuungsangebot auf. Von den sechzig Vollzeitstellen sind zwei Drittel der sozialen und erzieherischen Betreuung gewidmet.

Ein Drittel der Stellen wurde durch Strafvollzugspersonal besetzt. Die Hälfte der Angestellten nimmt die Arbeit im Januar 2014 auf. Im Jugendgefängnis werden Knaben und Mädchen ab zehn Jahren untergebracht.

Ausbildung und Resozialisierung

Jeder Jugendliche soll auf seine Persönlichkeit angepasst betreut werden. Das Ziel sei es, eine Bilanz zu ziehen, die Jugendlichen auszubilden und bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu helfen, sagte die Waadtländer Innendirektorin Béatrice Métraux (Grüne).

Die Minderjährigen sollen die Strafanstalt mit einer Idee verlassen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Neben den Zellen gibt es deshalb ein Ausbildungsgebäude sowie Sportplätze. Der Kanton Waadt erhielt den Auftrag zum Bau des Jugendgefängnisses von der Konferenz der Justiz- und Polizeidirektoren der lateinischen Kantone. Anlass dazu war vor allem die Inkraftsetzung des neuen Jugendstrafgesetzes im Jahr 2007.

(SDA)

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