Zum Hauptinhalt springen

Daran sterben die meisten Schweizer

Knapp 65'000 Schweizer starben im Jahr 2016. Erstmals starben mehr Männer an Krebs als an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Lebenserwartung der Männer liegt bei 81,5, bei Frauen bei 85,3 Jahren. (Archiv)
Die Lebenserwartung der Männer liegt bei 81,5, bei Frauen bei 85,3 Jahren. (Archiv)
Georgios Kefalas, Keystone

64'964 Menschen starben 2016 in der Schweiz. Das sind 2600 weniger als 2015 und 2000 weniger als im Zehn-Jahres-Durchschnitt. Die Mehrzahl der Menschen starb im Alter über 80 Jahren. Die Lebenserwartung der Männer liegt bei 81,5, bei Frauen bei 85,3 Jahren.

Die relativ tiefe Anzahl der Todesfälle 2016 ist auf die hohe Sterblichkeit 2015 zurückzuführen, welche durch Grippe und eine Hitzewelle verursacht wurde. Das schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Bis 2045 wird die Zahl der Todesfälle aber stark ansteigen, prognostiziert das Amt, und fast 100'000 pro Jahr erreichen. Dies aufgrund der steigenden Lebenserwartung.

Im Jahr 2016 waren 44 Prozent der Verstorbenen über 85-jährig. 42 Prozent waren 65 bis 84 Jahre alt, 11 Prozent 45- bis 64-jährig und 2,8 Prozent unter 44 Jahren. «Die Wahrscheinlichkeit, in jungen Jahren zu sterben, ist sehr gering», schreibt das BFS. Todesursachen in jungen Jahren sind meist externe, beispielsweise Unfall oder Suizid.

Immer weniger «verlorene Jahre»

Auffällig: Im Alter zwischen 19 und 27 sterben fast dreimal mehr Männer als Frauen. Möglicherweise das Resultat von erhöhtem Risikoverhalten der jungen Männer.

Insgesamt am häufigsten sind die durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingten Todesfälle. Das gilt aber nur für das Total der Todesfälle und für die Frauen. Männer dagegen starben 2016 erstmals häufiger an Krebs als an einer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Unterschied beträgt aber nur 0,1 Prozentpunkte.

Seit 1969 nimmt die Zahl der Menschen, welche «vor ihrer Zeit» sterben, stetig ab. Die Rate der verlorenen potenziellen Lebensjahren (VPL) hat seither bei den Frauen um fast ein Drittel, bei den Männern um gut ein Viertel abgenommen. Bei den Männern kam der Abwärtstrend in der zweiten Hälfte der 1980er Jahren vorläufig zum Stillstand - wegen der Aids-Epidemie, wie das BFS schreibt.

SDA/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch