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Bund prüft Unabhängigkeit von Leuteneggers neuer TV-«Arena»

CVP und Grüne überlegen, ob sie an der TV-«Arena» von FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger teilnehmen wollen. Der ehemalige SF-Chefredaktor Peter Studer hält das Sendekonzept für problematisch.

Wills nochmals wissen: Filippo Leutenegger in der SF-«Arena» im Jahr 1998.
Wills nochmals wissen: Filippo Leutenegger in der SF-«Arena» im Jahr 1998.
Keystone

Eigentlich sind Politiker um jeden Auftritt froh, an dem sie sich vor ihren Wählern präsentieren können. Dennoch reagieren viele Nationalräte sehr skeptisch auf die Ankündigung des Privatsenders Sat 1, in der Schweiz bis zu den Wahlen im Herbst insgesamt achtmal eine eigene Polit-«Arena» auszustrahlen. Der Grund: Mit dem ehemaligen Chefredaktor des Schweizer Fernsehens SF, Filippo Leutenegger, moderiert ein Journalist die Sendung, der sich selber zur Wahl stellt und bereits heute für die Zürcher FDP im Nationalrat sitzt. Die Grünen und die CVP überlegen sich deshalb, ob sie die Sendung boykottieren wollen: «Es ist unmöglich, in einer Politsendung so kurz vor den Wahlen die beiden verschiedenen Rollen als Journalist und Kandidat nicht miteinander zu vermischen», begründet Grünen-Präsident Ueli Leuenberger seine Kritik. «Ich halte das Sendekonzept für problematisch und werde mit der Geschäftsleitung darüber diskutieren, ob wir überhaupt daran teilnehmen wollen.»

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