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Budget überzogen – Sarkozy muss vor Gericht

Dem Ex-Staatschef wird illegale Wahlkampffinanzierung vorgeworfen. Insgesamt müssen 14 Personen vor den Richter.

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Scheiterte in der Vorwahl: Nicolas Sarkozy. (20. November 2017)
Scheiterte in der Vorwahl: Nicolas Sarkozy. (20. November 2017)
AFP

Der französische Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy wird sich in einer Affäre um Wahlkampffinanzen vor Gericht verantworten müssen. Ein Untersuchungsrichter ordnete einen Prozess gegen den konservativen Politiker an, wie am Dienstag aus Justizkreisen in Paris verlautete. Sarkozy wird illegale Wahlkampffinanzierung vorgeworfen.

Er soll für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2012 die zulässige Budgetobergrenze von 22,5 Millionen Euro massiv überschritten haben. Um das zu verstecken, soll die konservative Partei des damaligen Amtsinhabers über ein System falscher Rechnungen rechtswidrig Wahlkampfkosten in Millionenhöhe übernommen haben.

Sarkozy wehrt sich

Untersuchungsrichter Serge Tournaire ordnete in der Affäre auch einen Prozess gegen 13 weitere Beschuldigte an.

Sarkozy wehrt sich gegen die Vorwürfe. Sein Anwalt Thierry Herzog kündigte an, Berufung gegen den Beschluss eines Ermittlungsrichters einzulegen.

Bei Vorwahl gescheitert

Er stellte in einer Mitteilung heraus, dass nur einer der beiden mit dem Fall befassten Ermittlungsrichter die Entscheidung unterzeichnet hatte, und sprach von einer «offenkundigen Meinungsverschiedenheit».

Sarkozy war im November bei der Vorwahl seiner Republikaner-Partei für die Präsidentschaftskandidatur gescheitert. Die Vorwahl gewann sein Ex-Premierminister François Fillon, der wegen einer Scheinbeschäftigungs-Affäre unter Druck geraten ist.

(AFP)

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