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Blocher warnt vor Extremisten

SVP-Chefstratege Christoph Blocher fürchtet das Phänomen Trump und sieht ausgerechnet seine Partei als Bollwerk gegen Populismus.

«Grenzt man besorgte Bürger aus, radikalisieren sie sich»: Eine Aussage Blochers im Gespräch mit dem «Sonntagsblick». Das Foto zeigt ihn bei seiner Rede an der 28. Albisguetli-Tagung der SVP in Zürich im Januar 2016.
«Grenzt man besorgte Bürger aus, radikalisieren sie sich»: Eine Aussage Blochers im Gespräch mit dem «Sonntagsblick». Das Foto zeigt ihn bei seiner Rede an der 28. Albisguetli-Tagung der SVP in Zürich im Januar 2016.

Laut Christoph Blocher ist es vor allem der SVP zu verdanken, dass es in der Schweiz keine extremen Parteien gibt. Als einzige politische Bewegung prangere sie Zuwanderung und Asylmissbrauch nicht nur an, sondern schaffe «ernsthaft Abhilfe.» Diese Überzeugung äussert er in einem Gespräch mit dem «SonntagsBlick».

Im Hinblick auf den Erfolg des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sagt der Politiker, der derzeitige Siegeszug extremer Bewegungen in den USA und in Europa sei ihm unheimlich. Von politischen Parteien wie der deutschen AfD und dem französischen Front National distanziert sich der SVP-Chefstratege deutlich. Diese seien allerdings die Quittung dafür, dass die übrigen Parteien die Sorgen der Bürger allzu oft ignorierten. «Das Erstarken dieser Bewegungen zeigt, dass die Bürger den Glauben an die etablierten Politiker verloren haben», so Blocher im Interview.

Der feine Unterschied

Angesprochen auf die eigene Rolle als polarisierender Volkstribun am rechten Rand und populistische Tendenzen innerhalb der SVP reagiert Blocher mit Unverständnis. Nehme man – wie das die SVP tue – als Partei die wichtige Rolle wahr, herrschende Zustände zu hinterfragen und Missstände in der Politik aufzudecken, werde man oft vorschnell in die rechte Ecke gedrängt.

Die Asylniederlage vom letzten Sonntag deutet der ehemalige Parteipräsident im Interview mit dem «SonntagsBlick» als Sieg um. Letztendlich werde mit dem Scheitern des derzeitigen Regierungskurses ein Glaubwürdigkeitsgewinn für die SVP einhergehen. Abschliessend deutet er im Gespräch Kompromissbereitschaft bei der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative an.

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