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Blatters Zahlung an Platini war «von Mann zu Mann»

Indirekt gibt Michel Platini zu, dass die Millionenzahlung von Fifa-Präsident Blatter ohne schriftlichen Vertrag erfolgte. Der Uefa-Chef beklagt sich – er werde durch den Dreck gezogen.

Fühlt sich ungerecht behandelt: Uefa-Präsident Michel Platini.(28. Mai 2015)
Fühlt sich ungerecht behandelt: Uefa-Präsident Michel Platini.(28. Mai 2015)

Der suspendierte Uefa-Präsident Michel Platini spricht bei der Zahlung von Sepp Blatter von einem Abkommen von «Mann zu Mann». Für die zwei Millionen habe es keinen Vertrag gegeben, sagte der Franzose der Zeitung «Le Monde». Er habe gelernt, dass laut Schweizer Recht ein mündlicher wie ein schriftlicher Vertrag sei.

Platini, der seit 2007 der Uefa vorsteht, war wegen einer Zahlung von zwei Millionen Franken, welche die Fifa 2011 für seine Dienste zwischen Januar 1999 und Juni 2002 getätigt hatte, ins Zwielicht geraten. Er habe unter anderem an der Reform des weltweiten Kalenders gearbeitet und am sogenannten Goal-Projekt. «Kurzum, ich habe wirklich gearbeitet, und viele Menschen können das bezeugen», sagte Platini im Interview. Der Uefa-Chef beklagte sich, dass er nun mit allen anderen in einen Topf geworfen werde. Er finde es schändlich, dass er durch den Dreck gezogen werde.

Der 60-jährige Franzose war wegen der Zahlung ebenso wie Blatter von der Ethikkommission der Fifa für 90 Tage gesperrt und von allen Fussballaktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene ausgeschlossen worden. Sowohl Platini als auch Blatter legten gegen ihre Suspendierung Rekurs ein.

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