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Alstom-Manager bleibt länger in Haft

In der Korruptions- und Geldwäschereiaffäre beim Alstom-Konzern wird die Untersuchungshaft gegen den im vergangenen August in der Schweiz verhafteten ehemaligen Manager verlängert.

vin

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat ein Gesuch der Bundesanwaltschaft (BA) um Haftverlängerung gutgeheissen, wie BA-Sprecherin Jeannette Balmer auf Anfrage sagte. Zur Dauer der Haftverlängerung machte sie keine Angaben. Der Schweizer Manager, der beim französischen Alstom-Konzern eine leitende Stellung in der Compliance hatte und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Tochtergesellschaft Alstom Prom gewesen war, wurde am vergangenen 21. August unter dem Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Korruption und der Geldwäscherei verhaftet. Gleichzeitig wurden Razzien in Baden, im Raum Zürich und in der Innerschweiz durchgeführt.

Verdacht auf Schmiergeldzahlungen

Es geht um den Verdacht, dass der Grosskonzern für Stromerzeugung und Schienentransport über die Alstom Prom in Baden Schmiergeldzahlungen an ausländische Amtsträger abwickelte, um Aufträge in verschiedenen Ländern zu ergattern. Untersucht werden mutmassliche Tathandlungen bis ins Jahr 2000 zurück. Es gehr laut Bundesanwaltschaft um mögliche Korruptionszahlungen «im mehrstelligen Millionenbereich». Die BA führt auch ein weiteres Korruptions- und Geldwäschereiverfahren gegen französische Staatsangehörige aus dem Umfeld von Alstom. Bei diesem Verfahren gibt es zudem Querbeziehungen zum Fall des ehemaligen Privatbankiers Oskar Holenweger.

(AP)

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