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AHV- und IV-Renten steigen um 3,2 Prozent

Der Bundesrat hat die Leistungen der Sozialwerke der Wirtschaftsentwicklung angepasst. Die Mehrkosten betragen rund 1,3 Milliarden Franken.

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Die minimale Altersrente wird von 1105 auf 1140 Franken pro Monat erhöht, die Maximalrente von 2210 auf 2280 Franken. Die Ergänzungsleistungen (EL) betragen neu 18'720 Franken pro Jahr für Alleinstehende, 28'080 Franken für Ehepaare und 9780 Franken für Waisen. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angehoben. Diese Anpassungen treten Anfang 2009 in Kraft.

Der Bundesrat hat gleichzeitig die Mindestbeiträge und die sinkende Skala der AHV/IV/EO-Beiträge für Selbständigerwerbende und Personen ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber angepasst. Die untere Grenze der Beitragsskala beträgt neu 9200 Franken, die obere 54'800 Franken.

Unter dem Regime der NFA

Bei unveränderten Beitragssätzen erhöht sich der AHV/IV/EO- Mindestbeitrag von 445 auf 460 Franken jährlich, der Mindestbeitrag der freiwilligen AHV von 740 auf 764 Franken und jener der freiwilligen IV von 124 auf 128 Franken.

Die Anpassung der AHV/IV-Leistungen führt zu Mehrkosten von 1319 Millionen Franken (1106 Millionen für die AHV und 213 Millionen für die IV), wovon 297 Millionen zu Lasten des Bundes gehen. Der Bund beteiligt sich zu 19,55 Prozent an den Ausgaben der AHV und zu 37,7 Prozent an jenen der IV.

Seit dem Inkrafttreten der Neuordnung des Finanzausgleichs (NFA) am 1. Januar 2008 leisten die Kantone keinen Finanzierungsanteil mehr an die individuellen Leistungen der AHV und IV (Renten und AHV/IV-Hilflosenentschädigungen). Die Anpassung der Ergänzungsleistungen verursacht Kosten von 2 Millionen.

BVG, EO und Mutterschaft

Im Gleichschritt mit der Anpassung der AHV-/IV-Renten wird der Koordinationsabzug in der beruflichen Vorsorge (BVG) von 23'205 auf 23'40 Franken erhöht. Die Eintrittsschwelle für die obligatorische berufliche Vorsorge (Mindestjahreslohn) steigt von 19'890 auf 20'520 Franken.

Der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) wird ebenfalls nach oben angepasst. Er steigt von 6365 auf 6566 Franken respektive von 31'824 auf 32'832 Franken.

Zudem hat der Bundesrat die Beträge für die Erwerbsersatz- und die Mutterschaftsentschädigung angepasst. Der Höchstbetrag der EO- Gesamtentschädigung wurde auf 245 Franken heraufgesetzt, was Kosten von 77 Millionen verursacht. 61 Millionen davon gehen an Dienstleistende, 16 Millionen an Mütter (Taggeld neu 196 Franken).

Die AHV/IV-Renten werden alle zwei Jahre an die Entwicklung des Mischindexes angepasst, der dem arithmetischen Mittel zwischen Lohn- und Preisindex entspricht. Letztmals wurden die Renten vor zwei Jahren erhöht.

(SDA)

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