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40 Prozent sagen Ja zu Todesstrafe für Schweizer Terroristen

Der Fall zweier ermordeter Rucksack-Touristinnen in Marokko hat 2018 auch hierzulande Bestürzung ausgelöst. Für die beiden Verdächtigen mit Schweizer Pass steht die Todesstrafe im Raum.

Trauer um zwei ermordete Frauen: Bilder und Kerzen im Gedenken an die beiden Opfer vor der Peterskathedrale in Rabat. (26. Dezember 2018)
Trauer um zwei ermordete Frauen: Bilder und Kerzen im Gedenken an die beiden Opfer vor der Peterskathedrale in Rabat. (26. Dezember 2018)
JALAL MORCHIDI, Keystone
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Die Forderung nach härteren Strafen nimmt zu. Und für einen beachtlichen Teil der Schweizer Bevölkerung scheint klar, dass Terroristen mit dem Tod bestraft werden sollen. 40 Prozent sagen gemäss einer neuen Umfrage «Ja» zur Todesstrafe, berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Der Umfrage zugrunde liegt der Fall zweier brutal ermordeter skandinavischer Rucksack-Touristinnen. Sie wurden 2018 enthauptet im Atlas-Gebirge Marokkos gefunden. Kurz nach dem Verbrechen konnte die Polizei vor Ort mehrere Verdächtige festnehmen – unter ihnen auch zwei Männer mit Schweizer Pass. Sie sollen aus Genf stammen und der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen haben.

Forderung flammt wieder auf

Aus der neuen, repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts «Marketagent.com Schweiz» geht hervor, dass es 40 Prozent der Befragten für richtig halten, wenn die beiden Schweizer Doppelbürger mit dem Tod bestraft werden. An der Umfrage haben 1000 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren teilgenommen. 45 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen stimmten demnach für die Todesstrafe. Terroristen, die gezielt töten, sollen hingerichtet werden, sagen 36 Prozent der Befragten – auch unabhängig vom Fall in Marokko.

Katastrophen aus aller Welt in Echtzeit und häufige Berichte über schwere Verbrechen – darin sieht der emeritierte deutsche Rechtsprofessor Franz Streng die Hauptgründe für die wiederaufflammende Forderung nach der Todesstrafe. «So etwas löst Mitleid mit den Opfern aus – und Wut und Vergeltungswünsche gegen die Täter.»

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