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1,6 Millionen Franken Bundesgeld veruntreut

Das Bundesamt für Umwelt hat ein Unternehmen angezeigt. Hunderttausende Franken seien missbräuchlich verwendet worden.

War zuständig für die Erhebung der Entsorgungsgebühr auf Getränkeflaschen aus Glas: Die CCC Credit Card Center AG.
War zuständig für die Erhebung der Entsorgungsgebühr auf Getränkeflaschen aus Glas: Die CCC Credit Card Center AG.
Keystone

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat die CCC Credit Card Center AG wegen Veruntreuung von 1,6 Millionen Franken bei der Bundesanwaltschaft angezeigt. Zugleich kündigte das Bafu den Zusammenarbeitsvertrag mit dem Unternehmen, das in seinem Auftrag die vorgezogene Entsorgungsgebühr für Glasflaschen verwaltete.

Im August 2014 hatte das Bafu «Informationen über mögliche Unstimmigkeiten bei der Verwaltung der Gelder aus der vorgezogenen Entsorgungsgebühr 'Glas' bei CCC erhalten», wie das Amt am Dienstag mitteilte. Eine verwaltungsrechtliche Untersuchung bestätigte die missbräuchliche Verwendung von 1,6 Millionen Franken aus der vorgezogenen Entsorgungsgebühr (VEG).

34 Millionen Franken pro Jahr

Die CCC erhob unter der Marke VetroSwiss seit 2001 im Auftrag des Bafu auf jede Getränkeflasche aus Glas eine vorgezogene Entsorgungsgebühr. Zweimal jährlich werden diese Gebühren - durchschnittlich 34 Millionen Franken pro Jahr - an Entschädigungsberechtigte wie Gemeinden, Transporteure und Recycler ausbezahlt.

Das Bafu setzte alles daran, dass das Glasrecycling ohne jegliche Beeinträchtigung weitergeführt werde, teilte das Amt weiter mit. Es sucht nun eine geeignete Firma, die die Verwaltung der VEG übernehmen kann. Zum laufenden Strafverfahren kann das Bafu keine weiteren Auskünfte geben.

SDA/ldc

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