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100 Angestellte entlassenSchokoladefabrikant Gysi schliesst Ende Juni

Der Betrieb der Berner Gysi AG wird Ende Juni 2020 geschlossen. Alle Arbeitsverhältnisse wurden auf diesen Zeitpunkt hin aufgelöst.

Alternativen nicht tragfähig: Der Schoggifabrikant Gysi muss schliessen.
Alternativen nicht tragfähig: Der Schoggifabrikant Gysi muss schliessen.
Foto: Urs Baumann

Der Berner Schokoladefabrikant Gysi schliesst per Ende Juni definitiv. Das zuständige Gericht hat die Aktiengesellschaft Ende April definitiv in die Nachlassstundung geschickt.

Anfang Jahr hatte die mittelständische Gysi AG bekannt gegeben, dass sie ihren Betrieb im Bern-Bümpliz sukzessive einstellen will. Zusammen mit den Sachwaltern des Nachlassstundungsverfahrens wurden auch Alternativen geprüft. Die Firmenbesitzer erachteten diese aber letztlich nicht als tragfähig, wie die Sachwalter Fritz Rothenbühler und Pablo Duc von Wenger Plattner Bern am Montag mitteilten.

Dementsprechend wird der Betrieb Ende Juni 2020 geschlossen. Die Arbeitsverhältnisse wurden auf diesen Zeitpunkt hin aufgelöst.

Im Rahmen der Verhandlungen über den Verkauf von Produktionsanlagen wird gemäss den Sachwaltern auch die Weiterbeschäftigung von Gysi- Mitarbeitenden durch Dritte geprüft wird. Das Unternehmen beschäftigte nach Angaben aus dem Jahr 2018 zwischen 70 und 100 Mitarbeitende.

Das Regionalgericht Bern-Mittelland hat vor diesem Hintergrund am 23. April die Nachlassstundung für die Dauer von sechs Monaten definitiv bewilligt. Gestützt darauf werden die Gläubiger in der nächsten Zeit aufgerufen, ihre Forderungen anzumelden.

Für die Öffentlichkeit findet im Fabrikladen, unter Anwendung eines COVID-Schutzkonzeptes, vom 12. bis 23. Mai ein Schlussverkauf statt.

SDA/flo

2 Kommentare
    Stephan Marti

    @Buume - aber die Toblerone kennen sie, die auch im Stadtteil VI gemacht wird? Wenn Sie einigen Kunden eine wirkliche Freude machen wollen, dann schauen Sie, ob Gysi noch einige Swiss Chocolate Roulettes hat und organisieren sich neben dran bei Dubach in der Brockenstube noch eine hölzerne Girolle (oder bei Gysi aus Kunststoff). In Frankreich ein absoluter Geheimtip. Der Tête de Moine (seit 1192) in schwarzer und weisser Milchschockolade. In Bümpliz muss man zumindest noch die W.Nuss kennen ... nur, meiner Meinung nach hat das Lied von Büne Huber eher über den Pesche zu tun, als das B¨mplizer Idol Küpfi, das heute den Internationalen Hebammen-Tag feiern könnte. Übrigens, früher kannten vermutlich alle Hebammen, wegen einer Länggässlerin, die Produkte von Gysi und ich ging damals neben der Tobler in den Kindergarten. Tempi passati, wie bei Gysi, dem vielleicht Corona noch den endgültigen Todesstoss gebracht hat. Und der BZ merci, dass ihr den Tod von einem sehr bekannten Berner letzte Woche als erste durch einen Hinweis gemeldet habt. Als Heimwehberner denke ich ab und zu an Bern ... hab ja heute im ehemaligem Habsburgerland immer noch die farbigen Bernerbären an den Marchsteinen.