Schnitzelheizung für das Mehrzweckgebäude

Uebeschi

An der gut besuchten Gemeindeversammlung in Uebeschi wurde beschlossen, die Ölheizung im Mehrzweckgebäude durch eine Schnitzelheizung zu ersetzen.

Die Gemeinde Uebeschi ist noch immer ohne Gemeindepräsident.

Die Gemeinde Uebeschi ist noch immer ohne Gemeindepräsident.

(Bild: Marc Imboden)

Uebeschi, seit dem Sommer ohne Gemeindepräsident, musste an der Gemeindeversammlung zuerst einen Tagespräsidenten wählen. Gemeinderat Hanspeter Wenger wurde einstimmig gewählt. Er führte anschliessend durch die Traktanden.

Die Ölheizung im Mehrzweckgebäude stammt aus dem Jahr 1980 und erfüllt die Luftrein­halteverordnung nicht mehr. Bis spätestens zum 1. September 2017 muss sie ersetzt werden. Diese Frist kann nicht verlängert werden. Die Heizung im alten Schulhaus ist seit 1991 in Betrieb und muss ebenfalls in absehbarer Zeit erneuert werden. Bei der Gemeinderverwaltung ist eine Heizung aus dem Jahr 2002 in Betrieb.

Der Gemeinderat schlägt nun vor, dass ein Wärmeverbund realisiert werden soll, an den alle drei Gemeindeliegenschaften angeschlossen werden sollen. Er ist überzeugt davon, dass auch die Gemeinde auf erneuerbare Energien setzen soll. Deshalb wurde den Stimmbürgern vorgeschlagen, anstelle der Ölheizung eine Holzschnitzelheizung einzubauen. Für diese müssen 330'000 Franken investiert werden.

Ölheizung wäre günstiger

Der Gemeinderat zeigte auf, dass die günstigste, aber auch am wenigsten umweltfreundliche Variante der Kauf einer neuen Ölheizung wäre. Eine Pelletsheizung wäre ebenfalls etwas günstiger. Sie ist jedoch im Betrieb teurer als die Schnitzelheizung.

Die Diskussion wurde rege benutzt, der Rat und der ebenfalls anwesende Heizungsingenieur mussten rund zehn Fragen beantworten. Doch am Schluss bewilligten die 58 Stimmbürger den Kredit für die Schnitzelheizung mit 39 Ja gegen 8 Nein.

Steuern sinken

Das Budget mit einem Gesamtertrag von 2,779 Millionen rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 71'550 Franken. Dies trotz der vorgeschlagenen Steuersenkung von 2,1 auf 2,0 Einheiten. Begründet wird dies mit den höheren Steuererträgen und der Tatsache, dass Uebeschi auch in den nächsten Jahren vom Kanton den Beitrag für stark belastete Gemeinden erhält.

Dem Budget wurde ohne Diskussion zugestimmt. Die Versammlung stimmte ebenfalls einem Bruttonachkredit von 50'000 Franken für die Sanierung des Kugelfangs zu. Von diesen 50'000 Franken muss die Gemeinde jedoch nur 10'000 Franken selber tragen.

Anstelle des zurücktretenden Ulrich Dietrich wurde Patrick Graber in die Schulkommission gewählt. Leider konnte bis heute kein Nachfolger fürs Gemeindepräsidium gefunden werden. «Es kommt noch schlimmer», sagte Tagespräsident Hanspeter Wenger, weil Evelyne von Gunten ihren Rücktritt per Ende März bekannt gab. Doch Wenger glaubt, dass das Problem bis im Sommer gelöst werden kann.

Auf einen Aufruf in der Dorfzeitung «Uebeschi aktuell» haben sich drei Personen gemeldet und sich erkundigt. Er ist deshalb zuversichtlich, dass sich jemand zur Verfügung stellt. Am Schluss der Versammlung wurde Trudi Schläppi, seit 33 Jahren Finanzverwalterin in Uebeschi, verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wird Monika Bühler aus Amsoldingen.

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