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Mein Olympia: Das Problem mit dem grünen Gedanken

BZ-Sportredaktor Micha Jegge schildert Eindrücke aus Rio de Janeiro.

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit gehören zu jenen Themen, welche das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei der Vergabe der Spiele seit ein paar Jahren stärker gewichtet – zumindest auf dem Papier. An der Eröffnungsfeier in Rio de Janeiro wurde der grüne Gedanke entsprechend zelebriert. Wir müssen auf unseren Planeten aufpassen, lautete die vom bekannten Regisseur Fernando Meirelles stimmungsvoll überbrachte Botschaft.

In den olympischen Mediendörfern ass man das Frühstück am ersten Morgen aus einem Porzellanteller mit Gabel und Messer aus Leichtmetall. Seit Tag zwei wird mit Plastikbesteck aus Einweggeschirr gefuttert. Es sieht danach aus, als sei die Infrastruktur nicht ausreichend gewesen, um Material für geschätzte 7500 Gäste abzuwaschen. Vor dem Medienzentrum stehen permanent vierzig bis fünfzig Busse, weil die Anzahl der Wettkampfstätten hoch ist und die Wege weit sind.

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