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Die Reise vor der Reise

Beim Reise­anbieter Kontiki erlebt man Ferien, bevor man sie gebucht hat – dank Virtual-Reality-Brillen. Auch Konkurrenten haben diesen neuen Markt entdeckt.

Als wäre man vor Ort: Virtuelle Hundeschlittenfahrt durch  die Wälder Lapplands.
Als wäre man vor Ort: Virtuelle Hundeschlittenfahrt durch die Wälder Lapplands.
zvg
Simuliert Ferien:?VR-Brille.
Simuliert Ferien:?VR-Brille.
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Die klobige Brille drückt auf die Nase, es ist heiss darunter. Und das, obwohl ich mich gerade im kühlen Norden in Lappland befinde. Eben fliege ich über eine verschneite Landschaft, im Augenwinkel entdecke ich einen Elch, der durch die Wälder streift. Anschliessend setze ich mich auf einen Hundeschlitten und lasse mich von Huskys durch die Gegend ziehen. Es rüttelt und schüttelt auch mal heftig. Dabei befinde ich mich im Reisebüro von Kontiki in Baden, mehr als tausend Kilometer weiter südlich in der Schweiz.

Virtual Reality heisst das Zauberwort, das neuerdings Kunden schon vor der Reise auf die Reise schickt und ihnen das Gefühl gibt, als wären sie direkt vor Ort. Fünfzig solcher Samsung-Gear-Brillen hat sich der Skandinavien-Spezialist angeschafft und mit dem Zürcher Start-up-Unternehmen Sky Production eigene Filme produziert. «Die Kunden können sich dadurch besser eine Vorstellung machen, was sie am Reiseziel erwartet», sagt Bruno Bisig, Chef von Kontiki Reisen.

Das zu Der-Touristik (vormals Kuoni) gehörende Unternehmen ist der zweite Schweizer Reiseanbieter, der virtuelle Realität einsetzt. Auch Hotelplan Suisse arbeitet seit Anfang Jahr mit Virtual-Reality-Brillen. Erste Testergebnisse zeigen, dass Kunden beispielsweise nach einer virtuellen Besichtigung von Kreuzfahrtschiffskabinen eher zur Buchung von besseren Kabinen tendieren, erklärte Kurt Eberhard, Chef von Hotelplan Suisse, kürzlich an einer Diskussionsrunde zum Thema «Virtual Reality: Heilsbringer oder Hype?».

Ebenfalls positive Erfahrungen mit VR-Brillen macht das Trafo-Hotel in Baden. Wer sich das auf Seminare spezialisierte Hotel in den ehemaligen Fabrikationsstätten des Elektrotechnikkonzerns Brown Boveri nicht persönlich anschauen kann, lässt sich eine Brille samt Downloadlink für die App Trafovision zusenden. Und schon kann er zu Hause einen Rundgang durch die Hotelzimmer und Seminarräume machen.

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