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Zum Jubiläum sanieren

Interlaken1913 wurde

«Der Alpenwildpark am Harder ist für unsere Region ein sehr wichtiges touristisches Angebot, auch wenn er für die Wiedereinbürgerung des Steinbocks nicht mehr die gleiche Bedeutung hat wie früher», sagte der Unterseener Gemeindepräsident Simon Margot zusammen mit seinem Interlakner Kollegen Urs Graf, Co-Präsident des Jubiläumskomitees. Wie das Jubiläum in zwei Jahren gefeiert werden soll, dazu war an der Medienkonferenz noch nichts zu erfahren. Berichtet wurde aber über die Geschichte des Parks und über das Sanierungsprojekt. Mit dem klaren Ziel, den ausgerotteten Steinbock im Oberland wieder einzubürgern, wurde der Alpenwildparkverein am 25.Februar 1913 gegründet, wie Beat Hassenstein erzählte. Ab 1915 wurde der Park besiedelt. Für 900 bis zum Höchstpreis von 2250 Franken wurde Steinwild von Wilderern aus dem italienischen Aostatal erworben. 1917 wurde das erste Kitz geboren, bis heute gab es gegen 400 Geburten. Ab 1921 wurden Tiere am Hardergrat ausgesetzt, die aufs Augstmatthorn weiterzogen. Gemeinsam mit dem Wildpark Peter und Paul in St.Gallen gelang die Wiederansiedlung in den Schweizer Alpen. Sponsoren gesucht Der Vorstand will zum 100-Jahr-Jubiläum «die Anlage der Öffentlichkeit in einem einwandfreien Zustand präsentieren», wie es im Beschrieb zu dem von Architektin Karin Brönnimann vorgestellten Projekt heisst. Sowohl das Steinwild- als auch das Murmeltiergehege und die Gebäude sollen erneuert werden, ihr Aussehen aber nicht wesentlich verändern. Die auf 475000 Franken veranschlagten Kosten könne der Verein nicht aus den Reserven decken, erläuterte Kassier Ernst Hofmann. Die Finanzierung soll auch aus dem kantonalen Lotteriefonds erfolgen. Die Chancen seien gut, dass der Kanton Beiträge leiste, sagte Simon Margot aufgrund eines Gesprächs mit Dominique Clé-mençon, Leiter des Lotteriefonds. Es könne etwa mit 30 bis 40 Prozent der Kosten gerechnet werden. Mindestens 200000 Franken sollen durch Sponsoren gedeckt werden. Das von Urs Graf vorgestellte Konzept sieht drei Stufen vor: «Goldener Steinbock» ab 10000 Franken, «Silberner Steinbock» ab 5000 Franken und «Bronzener Steinbock» ab 2000 Franken, mit abgestuften Vorteilen wie Kundenevents im Wildpark und Wildbeobachtungen. Angesprochen würden Gemeinden, Banken, Bahnen und Firmen. Dazu sollen, mit Start an der Harderpotschete vom 2.Januar 2012, tausend Pins für je 50 Franken verkauft werden. Vorstand und Organisationskomitee werden durch das Patronatskomitee «100 Jahre Alpenwildparkverein Interlaken-Harder 2013» unter dem Vorsitz von Walter Messerli unterstützt. Ihm gehören die Präsidenten der Bödeligemeinden und der Gemeinden mit einem Steinbockwappen sowie andere Persönlichkeiten aus Politik, Tourismus, Wirtschaft und wildbiologischen Kreisen an. Robert Aemmer>

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