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Zum ersten Mal im neu-alten Schadausaal

thunIm Schadausaal im KKThun spielte am Wochenende das Thuner Stadtorchester das 4. Sinfoniekonzert. Mit der Solistin Aglaia Graf ist damit ein absolut unvergesslicher erster Auftritt im neuen Saal geglückt.

Das Thuner Stadtorchester trat am Samstag und Sonntag mit wohlbekannten Werken im neuen KKThun auf. Flankiert von Mozart (Ouverture zur Oper «Don Giovanni» und Sinfonie Nr. 40 in g-Moll, KV 550), begeisterte Aglaia Graf als Solistin im ersten Klavierkonzert von Frédéric Chopin in e-Moll, Werk 11. Bei der Pianistin Graf stimmt einfach alles, akustisch wie visuell. Schon ihre künstlerische Erscheinung erfrischte. Und vom ersten Ton an, den sie anschlug, mussten die Konzertbesucher gebannt ihrer Interpretation folgen, die nichts von Chopins eigentümlichem Reiz ausliess. Bestimmt setzte sie die Akzente und somit das Tempo, die Triebkraft. Einfühlsames Orchester Weit einladende Melodien kostete die Pianistin zart aus. Das Orchester zeigte sich dabei in beispielhafter musikalischer Zurückhaltung. Auch die Bläser setzten bescheiden und sauber ein: Das Thuner Stadtorchester, unter der Leitung von Laurent Gendre, begleitete das ebenso geheimnisvolle wie glühend sprudelnde, kraftvolle Konzert sehr schön. Mit diesem wohlbekannten, im vergangenen Chopin-Jahr überall aufgeführten Klavierkonzert gelang dem Thuner Stadtorchester und der Pianistin ein unvergleichlicher und vor allem unvergesslicher Erstauftritt im renovierten Schadausaal im neuen KKThun. Die Ouverture von «Don Giovanni» kam noch sehr brav daher, zumindest in der Aufführung vom Samstag. Doch bereits beim Solokonzert von Chopin brachte das Orchester Spannung ein. Eindrücklich steigerten die Thuner Musiker sich dann in die Dynamik von Mozarts 40.Sinfonie. Das Tragische, unheimlich Schmerzliche dieser Musik wurde spürbar herausgespielt und endete dann in dramatischen Auseinandersetzungen in einem niederschmetternden, sich jagenden und doch erhabenen Finale. Lotte Brenner>

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